Die Regeln der Datenübertragung mit der Transaktion TD02 dienen:
§ der Beschreibung des softwaretechnischen Verfahrens der EDI-Kommunikation auf der Basis der TD02-genannten Transaktion
§ im Rahmen der Softwareerstellung / -anpassung als Programmiervorlage
§ der Aufnahme und Dokumentierung aller zukünftigen Änderungen dieses Dokumentes
§ der Qualitätssicherung im Rahmen des Verfahrensmodells der Softwareentwicklung, gemäß der Verfahrensanweisung "Software-Entwicklung“ der Fa. DAKOSY AG.
Die Notwendigkeit des Datenaustausches zwischen Informationssystemen mit lokalem oder unternehmensbegrenztem Wirkungsbereich generell oder wie hier im Kombinierten Verkehr steigt stetig an. Fehlende übergreifende Regeln bzw. Standards sind bei der Realisierung ein starkes Hemmnis trotz vielfältiger technischer Möglichkeiten für einen Filetransfer von System zu System. Dieses Konzept soll die Bemühungen zur systemübergreifenden Kompatibilität beim Filetransfer im Bereich der bahnverladenden Transportwirtschaft unterstützen. Es darf als Zwischenschritt für einen Übergang auf eine EDIFACT-gestützte Kommunikation betrachtet werden.
DAKOSY als Kommunikationsdienstleister für die verschiedensten DV-Systeme transformiert und integriert auf der einen Seite unterschiedlichste Übertragungsprotokolle und -verfahren. Auf der anderen Seite werden die verfügbaren Erfahrungen konstruktiv in Standardisierungsbemühungen eingebracht und an der Entwicklung einheitlicher, übergreifender Verfahren mitgewirkt.
Dieses Reglement entstand im Rahmen einer Entwicklung, die Bahnkunden, Verkehrsführer, operative Bahnsysteme und Verlader in ihrem komplexen Zusammenwirken miteinander verbinden soll. Die Konzentration und langjährige Existenz eines regen EDI-Geschehens im Hamburger Hafen mit und durch das Hafenbahn-Betriebs-und-Informations-System (HABIS classic) ist Ausgangspunkt, die Kommunikation verfahrensmäßig so zu gestalten, dass mit anderen Produktionsstandorten und den marktbestimmenden Unternehmen im Kombinierten Verkehr uneingeschränkt und kostengünstig kommuniziert werden kann.
Vom Grundsatz gelten die Regelungen im DAKOSY-EDI-Handbuch /1/ mit den hier beschriebenen Erweiterungen. Eine Übertragungseinheit resp. „Sitzung“ bleibt in der bekannten Struktur erhalten und wird auch "Interchange" genannt.
Es gibt zwei zusätzliche „privilegierte“ Datensätze in einer Übertragungseinheit. Einen Adressreferenzsatz und einen Referenzbestätigungssatz.
Sinn und Zweck des Adressreferenzsatzes ist die Aufnahme von Absender und Empfängeradresse sowie der Referenzkennzeichnung seitens des ursprünglichen Absenders. Die Adressen sind zweigliedrig und bestehen aus Mandanten- und Providerbezeichnung und werden beim Absender eingestellt.
Der Sicherung der Kommunikation im Sinne eines Empfangsnachweises über mehrere Service-Provider dient der Referenzbestätigungssatz für eine Datenfolge, der vom Endempfänger (empfangender Mandant) einer Nachricht an den ursprünglichen Absender (sendender Mandant) gesendet werden kann, damit dort die korrespondierende Aktivität als erfolgreich gesendet vermerkt werden kann.
Jeder Mandant kann zwischen einem Sende-/Abrufverfahren oder einem Sende-/Empfangsverfahren wählen. Das gewünschte Verfahren wird in einer Parameterdatei beim Sender abgelegt und kann bei Bedarf geändert werden.
In dem hier beschriebenen Verfahren wird davon ausgegangen, dass ein Service-Provider, der dieses Verfahren anwendet, durch entsprechende Konfiguration eingehende Daten auf Referenzeinheitebene an Zweitempfänger sendet. Um dies dem Zweitempfänger anzeigen zu können, wird der Adressreferenzsatz um eine weitere Adressangabe erweitert (in Kopie). In diese Adressangabe setzt der Service-Provider die vom Absender verwendete Original-Empfängeradresse. Für den Original-Empfänger bedeutet dies, dass erkennbar ist, dass weitere EDI-Teilnehmer die Daten erhalten (zwei Adressangaben stimmen überein!). Der Zweitempfänger erkennt, wer der Original-Empfänger ist und dass die Bestätigung auf Referenzeinheitebene zu unterbleiben hat (Adressangaben weichen voneinander ab!).
Es wird unterstellt, dass die Übertragung vom absendenden Mandanten zum empfangenden Mandanten über einen oder mehrere Service-Provider abgewickelt wird. Die Kommunikation zweier Service-Provider untereinander soll hierin nicht betrachtet werden. Gleichwohl entstehen Rückwirkungen auf die Mandanten bei der Adressierung. Insofern ist die Benennung der Provider gegenüber den Mandanten stets transparent zu halten.
An dieser Stelle wird nicht auf die Meldungsinhalte und deren Struktur innerhalb einer Übertragungseinheit eingegangen (siehe voranstehende Kapitel zur Transaktion TD02), ausgenommen die beiden zusätzlichen „privilegierten“ Datensätze.
Eine Übertragungseinheit enthält mindestens eine Referenzeinheit, in der sich wiederum eine unbegrenzte Zahl von Informationseinheiten (Meldungen oder auch Nachrichten genannt) befinden können, oder als Mindestmenge ein Referenzbestätigungssatz.
Die Informationseinheiten sind aus technischen Gründen auf (99*75)-2 Bytes in der Länge begrenzt. Der Anfang einer jeden Nachricht beginnt immer mit einem neuen Datenübertragungssatz. Die einzelnen Datenelemente innerhalb einer Informationseinheit sind positionsgebunden.
Das hier beschriebene Kommunikationsverfahren ist durch das Transaktionskennzeichen TD02 von anderen Verfahren abgegrenzt. Analog der TD01-Kommunikation bleibt es bei 80-stelligen Sätzen in vollständiger Character-Darstellung.
Um bei der Übertragung mehrerer Nachrichten für ein fachliches Objekt die Reihenfolge der Verarbeitung zu gewährleisten, sind in jeder Informationseinheit die Elemente ‚Verarbeitungsart’ (Kurzbeschreibung ‚Vart’) und ‚Version’ (Kurzbeschreibung ‚Vers’) enthalten. Mit der Verarbeitungsart wird spezifiziert, ob es sich um eine Neuanlage (‚N’), eine Änderung (‚A’) oder eine Löschung (‚L’) handelt. Mit der Version ist eine Nummerierung der verschiedenen Übertragungen einer Informationseinheit möglich. Es gelte folgende Regeln:
Jede Übertragungseinheit (Interchange), oder auch Sitzung genannt, wird durch einen INIT-Satz eingeleitet und mit einem Beendigungssatz beendet. Dazwischen liegen SIGN-ON-Satz, Adressreferenzsätze, Nutzdatensätze und/oder Referenzbestätigungssätze. Eine in einer Referenzeinheit zusammengefasste Datensatzfolge, die durch eine Absenderreferenz eindeutig identifizierbar ist, ist die kleinste zu übertragende Einheit, sieht man einmal von einem Referenzbestätigungssatz ab.
|
Position |
Bezeichnung |
Bemerkung |
|
1 |
INIT-Satz |
einmalig; an Position gebunden; unbedingt erforderlich |
|
2 |
SIGN-On-Satz |
einmalig; an Position gebunden; unbedingt erforderlich |
|
p p=Anzahl vorangehender Sätze +1 |
Adressreferenzsatz |
wiederholbar; an beliebiger Position, muss mindestens einem Datensatz vorangehen |
|
p |
Datensatz |
wiederholbar; an beliebiger Position nach Adressreferenzsatz |
|
p |
Referenzbestätigungssatz |
wiederholbar; an beliebiger Position |
|
p |
Beendigungssatz |
|
Tabelle 1: Prinzipielles Schema
einer Übertragungseinheit (Für die drei Zeilen Adressreferenzsatz, Datensatz
und Referenzbestätigungssatz gilt optionale Verwendung)
Die variablen Satzinhalte sind in kleiner Schreibweise positionsgerecht angedeutet. Im Einzelnen ergeben sich folgende Variablen (in Klammern <>):
|
Satztyp |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
10 |
11 |
12 |
13 |
14 |
15 |
16 |
17 |
18 |
19 |
20 |
21 |
22 |
23 |
24 |
25 |
26 |
27 |
28 |
29 |
30 |
|
INIT-Satz |
<organ> |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
||||
|
SIGN-ON-Satz |
<takz> |
<teil> |
|
|
|
|
<pass> |
|
|
|
|
r |
|
|
|
<abrefe... |
||||||||||||||
|
31 |
32 |
33 |
34 |
35 |
36 |
37 |
38 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
...renz> |
|
|
|
t |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
||||
|
Adreß-Referenzsatz |
<akz> |
<urabrefere> |
<adr.a.teil> |
<adr.a.... |
||||||||||||||||||||||||||
|
31 |
32 |
33 |
34 |
35 |
36 |
37 |
38 |
39 |
40 |
41 |
42 |
43 |
44 |
45 |
46 |
47 |
48 |
49 |
50 |
51 |
52 |
53 |
54 |
55 |
56 |
57 |
58 |
59 |
60 |
|
|
...prov> |
<adr.e.prov> |
<adr.e.teil> |
<adr.o... |
|||||||||||||||||||||||||||
|
61 |
62 |
63 |
64 |
65 |
66 |
67 |
68 |
69 |
70 |
71 |
72 |
73 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
...prov> |
<adr.o.teil> |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
||||||||||||
|
Datensatz |
<iec> |
<ln> |
<fa> |
<daten>
(bis Position 80 möglich) |
||||||||||||||||||||||||||
|
n
Datensatz |
<iec> |
<ln> |
<daten>
(bis Position 80 möglich) |
|||||||||||||||||||||||||||
|
Referenz-bestätigungssatz |
<rbk> |
<urabrefere> |
<adr.a.teil> |
<adr.a... |
||||||||||||||||||||||||||
|
31 |
32 |
33 |
34 |
35 |
36 |
37 |
38 |
39 |
40 |
41 |
42 |
43 |
44 |
45 |
46 |
47 |
48 |
49 |
50 |
51 |
52 |
53 |
54 |
55 |
56 |
57 |
58 |
59 |
60 |
|
|
...prov> |
<adr.e.prov> |
<adr.e.teil> |
<rbc> |
|
|
|
|
|||||||||||||||||||||||
|
Beendigungssatz |
<eue> |
<satzan> |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
<abrefe... |
|||||||||||||
|
61 |
62 |
63 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
...renz> |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|||
Tabelle 2: Satzstruktur aller
Satztypen
|
Variablen |
Beschreibung |
|
<organ> |
5-stellige Kurzbezeichnung der Organisation des Empfängers (s. Tab. Organisation des Empfängers) |
|
<takz> |
4-stelliges Transaktionskennzeichen (=“TD02") |
|
<teil> |
4-stelliger Teilnehmer-Code als Zugangssicherung beim Empfänger |
|
<pass> |
4-stelliges Passwort als Zugangssicherung beim Empfänger |
|
<r> |
1-stelliges Kennzeichen zur Richtung der Übertragung (relevant für Abrufverfahren; s. Tab. Richtung der Übertragung) |
|
<abreferenz> |
10-stellige Referenzangabe des unmittelbaren Absenders |
|
<t> |
1-stelliges Testkennzeichen (s. Tab. Testkennzeichen) |
|
<akz> |
3-stelliges Adressreferenzsatzkennzeichen (=“§§§“) |
|
<urabrefere> |
10-stellige Referenzangabe des ursprünglichen Absenders |
|
<adr.a.teil> |
10-stellige Bezeichnung ursprünglicher Absender/Mandant linksbündig |
|
<adr.a.prov> |
10-stellige Bezeichnung ursprünglicher Absender/Provider linksbündig |
|
<adr.e.prov> |
10-stellige Bezeichnung Endempfänger/Provider linksbündig |
|
<adr.e.teil> |
10-stellige Bezeichnung Endempfänger/Mandant linksbündig (s. Tab. Adressbezeichnung) |
|
<adr.o.prov> |
10-stellige Bezeichnung Original-Empfänger/Provider linksbündig |
|
<adr.o.teil> |
10-stellige Bezeichnung Original-Empfänger/Mandant linksbündig (s. Tab. Adressbezeichnung) |
|
<iec> |
3-stelliger Informationseinheiten-Code (s. voranstehende TD02-Kapitel) |
|
<ln> |
2-stellige laufende Satznummer innerhalb einer Informationseinheit mit 01 beginnend |
|
<fa> |
2-stellige Formatnummer der Informationseinheit zur Unterscheidung fortlaufender Entwicklungsstände mit 01 beginnend |
|
<daten> |
Nutzdaten gemäß Beschreibung der jeweiligen Informationseinheit (Satzumbruch nach Stelle 80!) |
|
<rbk> |
3-stelliges Referenzbestätigungssatzkennzeichen (=“ §§ „) |
|
<rbc> |
3-stelliger Referenzbestätigungscode (ist noch festzulegen!) |
|
<eue> |
3-stelliges Endekennzeichen der Übertragungseinheit (=“;;;“) |
|
<satzan> |
6-stellige Summe der in der Übertragungseinheit enthaltenen Sätze (inkl. des Beendigungssatzes) |
Tabelle 3: variable
Interchange-Inhalte
Der INIT-Satz leitet eine Übertragungseinheit ein, die durch den Beendigungssatz wiederum abgeschlossen wird.
|
Position |
Variable |
Wertebereich |
|
01...05 |
<organ> |
Schlüsselwert gem. Tab. Organisation des Empfängers |
|
06...80 |
|
leer |
Tabelle 4: Satzaufbau
|
Wert |
Bedeutung |
|
DAKO |
DAKOSY Datenkommunikationssystem AG |
|
DISK |
Umschlagbahnhöfe des kombinierten Verkehrs |
|
WADIS |
dbh Datenbank Bremische Häfen |
|
INFO |
Transfracht GmbH |
|
HAM |
HABIS Auftragsmanagement |
Tabelle 5: Organisation des
Empfängers
|
D |
A |
K |
O |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Tabelle 6:
Variablenwerte-Beispiel
Der SIGN-ON-Satz steuert die Entgegennahme der folgenden Datensätze beim Empfänger. Es erfolgt die Zugangsprüfung (Identifikation und Authentifizierung) des unmittelbaren Kommunikationsteilnehmers.
|
Position |
Variable |
Wertebereich |
|
01...04 |
<takz> |
konstanter Wert „TD02" |
|
05...08 |
<teil> |
Teilnehmer-Code des Mandanten als Festlegung zwischen den Kommunikationspartnern |
|
09...12 |
|
leer |
|
13...16 |
<pass> |
Passwort des Mandanten als Festlegung zwischen den Kommunikationspartnern |
|
17...20 |
|
leer |
|
21 |
<r> |
Richtung der Übertragung gem. Tab. Richtung der Übertragung |
|
22...24 |
|
leer |
|
25...34 |
<abreferenz> |
Absenderreferenz dieser Übertragungseinheit des unmittelbaren Kommunikationspartners |
|
35...37 |
|
leer |
|
38 |
<t> |
Testkennzeichen gem. Tab. Testkennzeichen |
|
39...80 |
|
leer |
Tabelle 7: Satzaufbau
|
Wert |
Bedeutung |
|
0 |
Senderichtung |
|
2 |
Empfangsrichtung (Abrufverfahren) |
Tabelle 8: Richtung der Übertragung
|
Wert |
Bedeutung |
|
T |
Übertragung zum Testsystem |
|
leer |
Übertragung zum Produktionssystem |
Tabelle 9: Testkennzeichen
|
T |
D |
0 |
2 |
T |
E |
I |
L |
|
|
|
|
P |
A |
S |
S |
|
|
|
|
0 |
|
|
|
D |
I |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
9 |
9 |
T |
|
T |
D |
0 |
2 |
L |
E |
I |
T |
|
|
|
|
S |
P |
A |
S |
|
|
|
|
0 |
|
|
|
X |
Y |
9 |
9 |
9 |
9 |
9 |
9 |
9 |
9 |
|
|
T |
D |
0 |
2 |
B |
E |
I |
T |
|
|
|
|
B |
E |
I |
P |
|
|
|
|
0 |
|
|
|
B |
E |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1 |
|
Tabelle 10: Beispiele
Dieser Satz ist ein „privilegierter“ Datensatz, der eine Nutzdatensatzfolge einleitet, die eine in sich geschlossene Einheit bildet. Durch die Referenzangabe des absendenden Mandanten sowie die Adressangaben von Absender und Empfänger ist diese Einheit über Service-Provider für nachfolgende Kommunikationsschritte als zusammenhängende Einheit steuerbar. Eine Referenzeinheit endet entweder mit dem nächsten Adressreferenzsatz, einem Referenzbestätigungssatz oder dem Beendigungssatz.
Bei einer direkten Kommunikation zwischen zwei Mandanten kann dieser Satz entfallen, sofern der im SIGN-ON-Satz genannte Teilnehmer beim Empfänger eindeutig zuzuordnen ist.
|
Position |
Variable |
Wertebereich |
|
01...03 |
<akz> |
konstanter Wert „§§§“ |
|
04...13 |
<urabrefere> |
vom absendenden Mandanten eingestellte Referenzangabe (unveränderlich) |
|
14...23 |
<adr.a.teil> |
Bezeichnung des absendenden Mandanten; Eindeutigkeit beim zugeordneten Provider muss gegeben sein (s. Tab. Adressbezeichnung) |
|
24...33 |
<adr.a.prov> |
Bezeichnung des Providers, der mit dem absendenden Mandanten direkt kommuniziert; Eindeutigkeit im Informationsverbund muss gegeben sein (s. Tab. Adressbezeichnung) |
|
34...43 |
<adr.e.prov> |
Bezeichnung des Providers, der mit dem empfangenden Mandanten direkt kommuniziert; Eindeutigkeit im Informationsverbund muss gegeben sein (s. Tab. Adressbezeichnung); der empfangende Provider/Mandant kann der Original-Provider/Mandant (vom Absender angegeben) oder ein zweitempfangender Provider/Mandant (Provider Kopierfunktion) sein |
|
44...53 |
<adr.e.teil> |
Bezeichnung des empfangenden Mandanten; Eindeutigkeit beim zugeordneten Provider muss gegeben sein (s. Tab. Adressbezeichnung); der empfangende Provider/Mandant kann der Original-Provider/Mandant (vom Absender angegeben) oder ein zweitempfangender Provider/Mandant (Provider Kopierfunktion) sein |
|
54...63 |
<adr.o.prov> |
Dieses Feld wird gemeinsam mit dem folgenden nur dann gefüllt, wenn der Provider eine Kopierfunktion an einen Zweitempfänger ausführt; Feld bleibt absenderseitig folglich leer; bei Ausführung einer Kopierfunktion wird das Feld vom ausführenden Provider folgendermaßen besetzt: Bezeichnung des Providers, der mit dem empfangenden Mandanten (Original) direkt kommuniziert |
|
64...73 |
<adr.o.teil> |
Dieses Feld wird gemeinsam mit dem vorstehenden nur dann gefüllt, wenn der Provider eine Kopierfunktion an einen Zweitempfänger ausführt; Feld bleibt absenderseitig folglich leer; bei Ausführung einer Kopierfunktion wird das Feld vom ausführenden Provider folgendermaßen besetzt: Bezeichnung des empfangenden Mandanten (Original) |
|
74...80 |
|
leer |
Tabelle 11: Satzaufbau
|
Mandant (<... .teil>) |
Provider (<... .prov>) |
||
|
Wert |
Bezeichnung |
Wert |
Bezeichnung |
|
HABIS |
Generalmandant des HABIS |
HABIS |
System HABIS classic |
|
HABIS |
Generalmandant des HABIS |
DAKOSY |
Dakosy-EDI-Service |
|
PUK |
Pott & Körner |
ACTION |
System
ACTION |
|
HLM |
Hapag
Lloyd |
DAKOSY |
Dakosy-EDI-Service |
|
EVG |
Evergreen |
DAKOSY |
Dakosy-EDI-Service |
|
TFG |
Transfracht Frankfurt |
INFOKETTE |
System INFOKETTE |
|
TCU |
Transcontainer Universal |
WADIS |
dbh Datenbank Bremische Häfen |
|
TCU |
Transcontainer Universal |
DAKOSY |
Dakosy-EDI-Service |
|
POD |
P&O
Containers |
ACTION |
System
ACTION |
Tabelle 12:Adressbezeichnung
Der Referenzbestätigungssatz ist eine Empfangsbestätigung auf der Ebene eines Adressreferenzsatzes (Referenzeinheit), die dem ursprünglichen Absender vom Endempfänger der Daten zugestellt wird. Somit ist der ursprüngliche Absender in der Lage, die abgesendeten Daten als empfangen zu markieren.
Dieser Satz ist nicht zwingend zu kommunizieren. Jedoch sollten sich die Teilnehmer darüber klar sein, dass bei einer Unterbrechung einer mehrstufigen Kommunikationskette weder der Absender noch der Empfänger eine Kontrolle ausüben kann, wenn auf diese Bestätigung verzichtet wird.
Der Referenzbestätigungssatz löst seinerseits keine weitere Bestätigung aus, ausgenommen die Quittierung auf Ebene der Übertragungseinheit zwischen zwei unmittelbaren Kommunikationspartnern.
Sollen einem Referenzbestätigungssatz weitere Nutzdaten folgen, so ist diesen Sätzen ein Adressreferenzsatz voranzustellen.
|
Position |
Variable |
Wertebereich |
|
01...03 |
<rbk> |
konstanter Wert „_§§ “ |
|
04...13 |
<urabrefere> |
vom absendenden Mandanten eingestellte Referenzangabe (unveränderlich) |
|
14...23 |
<adr.a.teil> |
Bezeichnung des absendenden Mandanten; s. SIGN-ON-Satz |
|
24...33 |
<adr.a.prov> |
Bezeichnung des Providers, der mit dem absendenden Mandanten direkt kommuniziert; s. SIGN-ON-Satz |
|
34...43 |
<adr.e.prov> |
Bezeichnung des Providers, der mit dem empfangenden Mandanten direkt kommuniziert; s. SIGN-ON-Satz |
|
44...53 |
<adr.e.teil> |
Bezeichnung des empfangenden Mandanten; s. SIGN-ON-Satz |
|
54...56 |
<rbc> |
Referenzbestätigungscode: „000" = ohne Fehler |
|
57...80 |
|
leer |
Tabelle 13: Satzaufbau
Im Wesentlichen richtet sich die Struktur dieser Sätze nach dem Aufbau der Informationseinheiten. Lediglich die Positionen 1 bis 5 (bei Satz 1 auch die Positionen 6 und 7) sind durch das Verfahren vorgegeben.
|
Position |
Variable |
Wertebereich |
|
01...03 |
<iec> |
Informationseinheiten-Code s. voranstehende TD02-Kapitel |
|
04...05 |
<ln> |
laufende Nummer des Satzes innerhalb einer Informationseinheit mit 01 beginnend und Inkrement 01 |
|
06...07 |
<fa> |
Formatangabe der Informationseinheit; hiermit wird der Änderungsstand einer Informationseinheit dokumentiert (Nummern von 01 beginnend mit Inkrement 01) Diese Variable wird nur im ersten Satz einer Informationseinheit verwendet!) |
|
08...80/ 06...80 |
<daten> |
Dateninhalt gemäß innerer Struktur der zu übertragenden Informationseinheit; Inhalte mit einer Länge größer als 73/75 Bytes müssen auf einen Folgesatz umgebrochen werden; Restsatzlänge des letzten Satzes einer Informationseinheit bleibt leer |
Tabelle 14: Satzaufbau
|
K |
A |
K |
0 |
1 |
0 |
1 |
0 |
0 |
2 |
K |
U |
N |
D |
E |
6 |
7 |
8 |
R |
E |
F |
E |
R |
E |
N |
Z |
9 |
0 |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
N |
0 |
1 |
. |
. |
. |
Tabelle 15: Beispiel
Die Übertragungseinheit, auch Sendefolge genannt, endet mit diesem Satz. Andernfalls muss der Empfänger den Empfang ablehnen und dem Sender einen „negativen“ Quittungscode übergeben (s. Tab. Quittierungscode).
|
Position |
Variable |
Wertebereich |
|
01...03 |
<eue> |
konstanter Wert „;;;" |
|
04...09 |
<satzan> |
Anzahl der Sätze innerhalb der Übertragungseinheit einschließlich des Beendigungssatzes |
|
25...34 |
<abreferenz> |
Referenzangabe des unmittelbaren Kommunikationspartners |
|
35...80 |
|
leer |
Tabelle 16: Satzaufbau
|
; |
; |
; |
0 |
0 |
0 |
0 |
2 |
5 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
A |
R |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
0 |
Tabelle 17: Beispiel
Auf den Empfang eines Beendigungssatzes folgt das Senden des Quittierungssatzes (80-stellig) vom Empfänger der Übertragungseinheit. Er sieht wie folgt aus:
Die variablen Satzinhalte sind in kleiner Schreibweise positionsgerecht angedeutet. Im Einzelnen ergeben sich folgende Variablen (in Klammern <>):
|
Satztyp |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
10 |
11 |
12 |
13 |
14 |
15 |
16 |
17 |
18 |
19 |
20 |
21 |
22 |
23 |
24 |
25 |
26 |
27 |
28 |
29 |
30 |
|
QUIT.-Satz |
<qukz> |
<teil> |
|
|
|
|
<pass> |
|
|
|
|
r |
|
|
|
<abrefe... |
||||||||||||||
|
31 |
32 |
33 |
34 |
35 |
36 |
37 |
38 |
39 |
40 |
41 |
42 |
43 |
44 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
...renz> |
<quc> |
|
<satzan> |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|||||||||||
Tabelle 18:
Satzstruktur Quittierungssatz
|
<qukz> |
4-stelliges Quittierungskennzeichen (=“*/*/“) |
|
<teil> |
4-stelliger Teilnehmer-Code als Zugangssicherung beim Empfänger |
|
<pass> |
4-stelliges Passwort als Zugangssicherung beim Empfänger |
|
<r> |
1-stelliges Kennzeichen zur Richtung der Übertragung (relevant für Abrufverfahren; s. Tab. Richtung der Übertragung) |
|
<abreferenz> |
10-stellige Referenzangabe des unmittelbaren Absenders |
|
<quc> |
3-stelliger Quittierungscode (s. Tab. Quittierungscode) |
|
<satzan> |
6-stellige Summe der in der Übertragungseinheit enthaltenen Sätze (inkl. des Beendigungssatzes) |
Tabelle 19: Satzinhalte
|
Position |
Variable |
Wertebereich |
|
01...04 |
<qukz> |
konstanter Wert „*/*/“ |
|
05...08 |
<teil> |
Teilnehmer-Code des Mandaten als Festlegung zwischen den Kommunikationspartnern |
|
09...12 |
|
leer |
|
13...16 |
<pass> |
Passwort des Mandaten als Festlegung zwischen den Kommunikationspartnern |
|
17...20 |
|
leer |
|
21 |
<r> |
Richtung der Übertragung gem. Tab. Richtung der Übertragung |
|
22...24 |
|
leer |
|
25...34 |
<abreferenz> |
Absenderreferenz dieser Übertragungseinheit des unmittelbaren Kommunikationspartners |
|
35...37 |
<quc> |
Quittierungscode gem. Tab. Quittierungscode |
|
38 |
|
leer |
|
39...44 |
<satzan> |
Anzahl der Sätze innerhalb der Übertragungseinheit einschließlich des Beendigungssatzes |
|
45...80 |
|
leer |
Tabelle 20: Satzaufbau
Bis auf den Quittierungscode stimmen die Variablen inhaltlich mit denen des SIGN-ON-Satzes überein. Grundsätzlich gilt auch hier das DAKOSY-Handbuch, Teil Grundlagen der Kommunikation. Die Tabelle 8 ist ein Auszug der wichtigsten und häufigsten Quittierungscodes.
|
Wert |
Bedeutung |
|
|
Übertragung ohne Fehler |
|
001 |
INIT-Satz fehlt |
|
002 |
<takz> im SIGN-ON-Satz ungültig |
|
003 |
<teil> im SIGN-ON-Satz ungültig |
|
004 |
<teil> benutzt falschen Kommunikationszugang |
|
005 |
<teil> ist bereits aktiv |
|
006 |
<pass> im SIGN-ON-Satz falsch |
|
007 |
<r> ungültig |
|
008 |
|
|
009 |
Beendigungssatz fehlt |
|
010 |
<satzan> im Beendigungssatz ist ungleich empfangener Satzanzahl |
|
011 |
beim Abrufen folgen Datensätze nach SIGN-ON-Satz |
|
012 |
<abreferenz> im SIGN-ON-Satz leer |
|
013 |
|
|
014 |
<abreferenz> im SIGN-ON-Satz bereits vorhanden |
Tabelle 21: Quittierungscode
|
* |
/ |
* |
/ |
T |
E |
I |
L |
|
|
|
|
P |
A |
S |
S |
|
|
|
|
0 |
|
|
A |
R |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
2 |
5 |
Tabelle 22:Beispiel
Beim Abrufverfahren (s. a. Tz. 4.3.1) sendet der Absender einen Referenzsatz „Keine Daten vorhanden“ an den Empfänger (abrufender Mandant) in dem Fall, dass keine Daten vorliegen. Der Verarbeitungscode enthält die Zeichenfolge „999". Der Aufbau sieht folgendermaßen aus:
Die variablen Satzinhalte sind in kleiner Schreibweise positionsgerecht angedeutet. Im Einzelnen ergeben sich folgende Variablen (in Klammern <>):
|
Satztyp |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
10 |
11 |
12 |
13 |
14 |
15 |
16 |
17 |
18 |
19 |
20 |
21 |
22 |
23 |
24 |
25 |
26 |
27 |
28 |
29 |
30 |
|
R-Satz
"KD" |
k |
<teil> |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
<vcd> |
|
|
|||||
Tabelle 23:
Satzstruktur Referenzsatz „Keine Daten vorhanden“
|
<k> |
1-stelliges Verarbeitungskennzeichen (=“§“) |
|
<teil> |
4-stelliger Teilnehmer-Code analog SIGN-ON-Satz |
|
<vcd> |
3-stelliger Verarbeitungscode |
Tabelle 24: Satzinhalte
|
Position |
Variable |
Wertebereich |
|
01 |
<k> |
konstanter Wert „§“ |
|
02...05 |
<teil> |
Teilnehmer-Code analog SIGN-ON-Satz |
|
06...25 |
|
leer |
|
26...28 |
<vcd> |
Verarbeitungscode |
|
29...80 |
|
leer |
Tabelle 25: Satzaufbau
Übertragung enthält keine Daten:
|
§ |
T |
E |
I |
L |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
9 |
9 |
9 |
|
|
|
Tabelle 26:Beispiel
Das Sende-/Abrufverfahren zeichnet sich dadurch aus, dass ein kommunizierender Mandant gegenüber seinem Kommunikationspartner sowohl beim Senden als auch beim Empfangen (Abrufen) die Initiative übernimmt.
|
Aktivität |
Absender |
Empfänger |
|
Senden |
Baut die Verbindung zum Empfänger auf und überträgt die zu sendenden Daten. |
|
|
|
|
Nimmt Daten entgegen und prüft Kommunikationskomponenten |
|
|
|
Bildet Quittierungscode und sendet Quittierungssatz an Absender |
|
|
Empfängt und wertet Quittierungscode des Empfängers aus |
|
|
|
Ggf. Fehlerbehandlung |
|
|
|
|
|
|
Empfangen |
|
Baut die Verbindung zum Absender auf (bei Wählanschlüssen wichtig für Übernahme der Telekommunikationskosten) und sendet INIT- und SIGN-ON-Satz; letzterer mit einer „2" in der Variablen Übertragungsrichtung <r> |
|
|
Sendet dem Empfänger die Übertragungseinheit ohne INIT- und SIGN-ON-Satz, sofern Daten vorliegen, oder einen Referenzsatz „Keine Daten vorhanden“ |
|
|
|
|
Empfängt und prüft die Kommunikationskomponenten (insb. Referenzsatz „Keine Daten vorhanden“) und bildet Quittierungscode |
|
|
Empfängt und wertet Quittierungscode des Empfängers aus |
|
|
|
|
Ggf. Fehlerbehandlung beim Empfänger |
Tabelle 27:
Sende-/Abrufverfahren
Das Sende-/Empfangsverfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass jedes System, das Daten zu versenden hat, die Initiative übernimmt. Das hat den Vorteil, dass zeitkritische Daten quasi zum Zeitpunkt der Entstehung weitergegeben werden können. Als Nachteil erweist sich, dass die beteiligten Systeme praktisch permanent verfügbar sein müssen und ggf. administrativer Aufwand bei der Kostenverrechnung für die Leitungsverbindung entsteht. Dieses Verfahren bleibt auch beschränkt auf solche Systeme, die gleichzeitig Senden und Empfangen können (Duplexbetrieb).
|
Aktivität |
Absender |
Empfänger |
|
Senden/ Empfangen |
Baut die Verbindung zum Empfänger auf und überträgt die zu sendenden Daten. |
|
|
|
|
Nimmt Daten entgegen und prüft Kommunikationskomponenten |
|
|
|
Bildet Quittierungscode und sendet Quittierungssatz an Absender |
|
|
Empfängt und wertet Quittierungscode des Empfängers aus |
|
|
|
Ggf. Fehlerbehandlung |
|
Tabelle 28:
Sende-/Empfangsverfahren
Aus den Verarbeitungs- und Quittierungscodes leiten sich dedizierte Fehlerbehandlungen ab. In der Regel wird beim Initiator der Kommunikation ein maschineller oder manueller Wiederanlauf notwendig sein.
Entscheidend ist die weitere Verfügbarkeit der Übertragungseinheiten beim Absender. Dadurch wird die Wiederholung erst möglich.
Die einzelnen Verarbeitungs- und Quittierungscodes können dem DAKOSY-Handbuch entnommen werden.
Das hier beschriebene Verfahren gilt sowohl bei einer Programm-Programm-Kommunikation als auch einem Filetransfer per Standardkommunikationssoftware (TCP/FTP, Client Access o.a.).
|
Version |
Art der Änderung |
durch |
Datum |
|
1.0.0 |
Restrukturierung und Anpassung an aktuelle Anforderungen |
Kristin Küster |
14.02.2002 |
|
1.0.1 |
Korrektur Beendigungssatz (Tabellen 15 & 16) |
Arne Schwarzer |
07.05.2002 |
|
1.0.2 |
Einfügen Kapitel „Versionierung“ |
Kristin Küster |
17.12.2002 |