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Cargo Community System für den Frankfurter Flughafen startet in den Pilotbetrieb
Mit dem Start des Pilotbetriebes des Cargo Community System (CCS) am 1. März 2012 strebt der Frankfurter Flughafen eine noch effizientere und transparentere Nutzung der vorhandenen Infrastruktur an. Initiiert wurde das CCS von einer Arbeitsgruppe, zu der Vertreter aller Branchen, die in die Umschlagprozesse involviert sind, gehören. So setzt sich die Gruppe der Pilotteilnehmer aus Spediteuren, einer Airline, Ground Handling Agenten (GHA), Trucking-Unternehmen und Infrastrukturgebern zusammen. Die Plattform selbst wird von dem IT-Dienstleister DAKOSY Datenkommunikationssystem AG bereitgestellt. Die Arbeitsgruppe hatte sich Anfang 2011 vor dem Hintergrund gebildet, dass zahlreiche, zum Teil noch papiergestützte Abwicklungsprozesse durch einen frühzeitigen und standardisierten Datenaustausch weiter beschleunigt werden können.
Kernfunktionalität der Plattform - Die Plattform umfasst alle Aspekte der Frachtabfertigung inklusive der Anforderungen an die Security und die Zollabfertigung und ermöglicht damit eine schnellere und optimierte Frachtabwicklung. Zentrale Schlüsselfunktion hat die Transportvoranmeldung für zulaufende bzw. abgehende Transporte. Sie beinhaltet die Sendungsdaten und Informationen über den Versender und Empfänger sowie Angaben zum Transport. Die Voranmeldung, die in der Regel vom Luftfrachtspediteur an die Airline oder den Ground Handling Agent gesendet wird, durchläuft dabei einen Lebenszyklus. Sie startet als Voranmeldung mit rein informativem Charakter und entwickelt sich zu einer verbindlichen Verabredung, die Informationen über zugesicherte Wareneingänge bzw. –ausgänge bietet. Zusätzliche Statusmeldungen, vor allem zu Ladezeitpunkt, Transportverzögerungen und Einfahrt in die Sicherheitsbereiche der CargoCity (Nord + Süd) kommen hinzu. Mit der Bestätigung durch den GHA bzw. die Airline wird der Zeitpunkt und der vereinbarte Leistungsumfang abgestimmt. Beide Parteien können frühzeitiger disponieren, Lade- und Entladeprozesse an der Rampe werden entzerrt.
Pilotteilnehmer - Die aktuelle Liste der Pilotteilnehmer liest sich wie das Who is Who der Luftfrachtbranche: Die zu den Marktführern zählenden Unternehmen Dachser, DHL Global Forwarding, Kühne + Nagel und Panalpina vertreten die Speditionsseite. Als eine der weltweit führenden Frachtfluggesellschaften engagiert sich die Lufthansa Cargo AG ebenso wie die namhaften Cargo-Handlingagenten Fraport Cargo Services, LUG aircargo handling und Worldwide Flight Services. Die Fraport AG als Betreiber eines der bedeutendsten Luftverkehrsdrehkreuze und damit wesentlicher Infrastrukturgeber in Frankfurt unterstützt das Vorhaben ebenfalls aktiv.
Plattformunabhängigkeit - Insgesamt erwarten die Pilotteilnehmer, dass sie durch das CCS erhebliche Effizienz- und Zeitgewinne in der Transportabwicklung realisieren können. Durch die Neutralität der Plattform kann der Zugang zum CCS nach erfolgreichem Abschluss des Piloten über eine standardisierte EDI-Schnittstelle von allen Akteuren am Frankfurter Flughafen einfach und unkompliziert realisiert werden. Auch steht eine Web-Applikation bereit, über die die CCS-Funktionen ebenfalls bedient werden können.


