Rechtzeitig auf den Brexit vorbereiten !

Am 1. Januar 2021 wird Großbritannien durch den Brexit zum EU-Drittland und unterliegt damit den entsprechenden Ein- und Ausfuhrbestimmungen. Unsicher ist, ob sich Großbritannien und die EU bis dahin auf eine Freihandelszone einigen und auf Zölle und Kontingente für den Warenaustausch verzichten. Sicher ist, dass Großbritannien zum EU-Drittland wird und damit im täglichen Handling im Import vor allem summarische Eingangsanmeldungen sowie elektronische Zollanmeldungen und im Export summarische Ausgangsanmeldungen sowie elektronische Ausfuhranmeldungen erforderlich werden.

Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen zu Großbritannien werden durch den Brexit mit klassischen Im- und Exportaufgaben konfrontiert. Sie benötigen eine zertifizierte Zollsoftware und fundierte Kenntnissen des Zoll- und Außenwirtschaftsrechts. Das DAKOSY-Konzept beinhaltet sowohl zollfachliche als auch Software-Schulungen und bereitet insbesondere Neueinsteiger im Zollgeschäft optimal auf die neue Situation vor. Die Zollsoftware ZODIAK GE ist für alle ATLAS-Zollverfahren in Deutschland - für Export, Import, NCTS und Zolllager - zertifiziert. Außerdem bestehen Zertifizierungen für Österreich, Schweiz, Niederlande und Belgien.

Auch bietet ZODIAK GE ein Reihe wertvoller Zusatzfunktionen, mit denen sich Arbeitsabläufe vereinfachen und Fehler vermeiden lassen. Über eine digitale Schnittstelle kann ZODIAK GE nahtlos in das unternehmenseigene IT-System integriert werden oder die Daten können via XML, CSV oder Excel übernommen werden. Bei 50 oder mehr Artikelpositionen macht es sich bemerkbar, ob diese händisch eingegeben werden oder automatisiert aus dem Vorsystem übernommen werden. Ein weiteres hilfreiches Feature ist die automatisierten Plausibilitätsprüfung der Zollinhalte, bei der Fehler schon im Vorfeld der zollrechtlichen Behandlung eliminiert werden.

Zusätzliche Tipps:

  • EU-Unternehmen, die nach Großbritannien exportieren oder aus Großbritannien importieren wollen, brauchen eine EORI-Nummer. Diese kann kostenlos bei der Generalzolldirektion (Dienstort Dresden) beantragt werden.
  • Laut EU-Kommission muss die Ursprungseigenschaft gehandelter Waren geprüft werden, um zu entscheiden, ob sie für eine eventuell vereinbarte Präferenzbehandlung infrage kommen.
  • Bei Einfuhr von Waren aus Großbritannien in die EU wird Einfuhrumsatzsteuer zu dem Satz fällig, der für die Lieferung dieser Waren innerhalb der Union gilt. Zusätzlich können Verbrauchsteuern anfallen.
  • Es muss geprüft werden, ob die betroffenen Waren den jeweiligen Vorschriften und Normen entsprechen.

Weitere Informationen zu den zollrechtlichen Anforderungen nach dem Brexit:

Aktuelle Seminar-Angebote zum Thema Brexit:

FAQ

Zur Zeit sieht es nicht nach einer Zollunion aus. Die Verhandlungen laufen.

Wenn es keine Zollunion gibt, dann wird Großbritannien zum Drittland und import-/exportseitig wie ein Drittland behandelt.

Da Großbritannien ab Januar nicht mehr zur EU gehört, kann eine dort ansässige Firma nicht mehr als Anmelder auftreten.

Nein, die Länderlisten und etwaige neue Codierungen, Zusatzcodes oder Unterlagen werden von uns rechtzeitig in ZODIAK/ZODIAK GE aktualisiert.

Ja, bestehende Bewilligungen müssen unter Umständen auf Großbritannien erweitert werden

Da Großbritannien nach dem Brexit als Drittland betrachtet wird, gelten die Regeln einer Ausfuhr: Ausfuhranmeldung / AES, Exportkontrolle, evtl. Ausgangssummarische Anmeldung

Da Großbritannien nach dem Brexit als Drittland betrachtet wird, gelten die Regeln eines Imports: Importzollanmeldungen, summarische Anmeldung, Eingangssummarische Anmeldung

Für Lkw-Transporte von und nach Großbritannien, die über die EU-Außengrenzen in Frankreich, Belgien oder die Niederlande erfolgen, wird folgendes gelten:

Nach Art. 127 Unionszollkodex ist für in das bzw. aus dem Zollgebiet der Union verbrachte Waren bei den Zollbehörden eine summarische Eingangs- bzw. Ausgangsanmeldungen in elektronischer Form (Art. 6 UZK) abzugeben. Da Großbritannien ab dem 01.01.2021 auch zum Drittland zählt, müssen diese Anmeldungen auch für alle Im- und Exporte abgegeben werden. Im Export wird die Meldung in der Regel mit der Ausfuhranmeldung abgegeben, im Import ist es eine eigenständige Nachricht, die je nach Verkehrsträger unter Einhaltung bestimmter Fristen abgegeben werden muss.

Die Anmeldefälle richten sich nach den vorliegenden Zolldokumenten. Es gelten die Regeln für Exporte in eine Drittland. Nach dem Brexit kann Ware nach Großbritannien nicht mehr nach der europäische Bestimmung (Anmeldefall EUB) angemeldet werden.

 

Sprechen Sie uns an, wenn wir Sie zoll- und softwaretechnisch unterstützen können:

Per E-Mail: vertrieb@dakosy.de

... oder rufen Sie uns an: +49 40 37003-0

Wir unterstützen Sie gerne!