Artikel • 15.06.2021

Das neue Normal

Recruiting und Personalentwicklung im Wandel

Etwa 180 Mitarbeiter machen DAKOSY zu dem, was es ist: eines der führenden Logistik-Softwarehäuser in Deutschland. Die Personalabteilung begleitet diese eng in das „neue Normal“, das von mobilem Arbeiten, flexiblen Arbeitszeiten und hybridem Lernen geprägt ist. Das Recruiting gestaltet DAKOSY aktiv und nutzt dafür auch das eigene Netzwerk.

DAKOSY kennenlernen

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Eine gute Möglichkeit, DAKOSY als Arbeitgeber kennenzulernen, ist die diesjährige Bonding Firmenkontaktmesse in Hamburg am 23./24. November 2021. Zum Hintergrund: Etwa 60 Prozent der Beschäftigten bei DAKOSY sind Hochschulabsolventen. Der Bedarf an logistikaffinen ITler ist hoch. Das Unternehmen ist offen für zehn weitere Softwareentwickler, Java-Anwendungsentwickler und Softwaretester.

Die Personalgewinnung und -entwicklung durchläuft aktuell einen riesigen Kulturwandel. Die persönliche Freiheit sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf rücken stärker in den Mittelpunkt. Die Corona-Pandemie mit dem Aufruf nach „so viel Homeoffice wie möglich“ schafft neue Fakten. DAKOSYs kaufmännischer Leiter Markus Giesenkirchen ist froh, schon vor der Pandemie eine zukunftsfähige und belastbare Antwort auf diese Anforderung gefunden zu haben: „Wir hatten bereits 2019 eine Betriebsvereinbarung über die zeitliche und räumliche Flexibilisierung der Arbeitsorganisation entwickelt, so dass wir als Organisation schnell und reibungslos auf Grundlage dieser Kerngedanken auf die Pandemie reagieren konnten.“

Zusätzlich gibt es bei DAKOSY einen erhöhten Schulungsbedarf. Insbesondere für die IT-Fachkräfte, die etwa 70 Prozent der Mitarbeiter stellen, sind Weiterbildungen aufgrund der schnellen Software- und Technologieentwicklung ein ständiger Begleiter. „Hier setzen wir mittlerweile auf E-Learning mit einer großen Bandbreite an weltweit angebotenen Kursen“, berichtet Giesenkirchen. Seiner Einschätzung nach ist dieses dezentrale individuelle Lernangebot als Ergänzung zu zentralen Schulungen ein wichtiger Baustein in einer zukunftsorientierten Personalentwicklungsstrategie.

Markus Giesenkirchen, Dorota Jarkulisch und Fatuma Juma
Markus Giesenkirchen (von links), Dorota Jarkulisch und Fatuma Juma haben das Ohr an den Bedürfnissen der Mitarbeiter und den Personalanforderungen des Unternehmens.

DAKOSY-Akademie und Talent Management

Ein bewährter Klassiker ist die vor knapp zehn Jahren eingeführte DAKOSY-Akademie. „Die dort angebotenen zweitägigen Seminare sind offen für alle Mitarbeiter. Jährlich identifizieren wir aktuelle Themen, die auch über das Fachliche hinausgehen“, erklärt Personalreferentin Dorota Jarkulisch. Auf der diesjährigen Agenda stehen „Führen auf Distanz“ und „Virtuelle Zusammenarbeit“ – aufgrund der aktuellen Lage als Online-Veranstaltung.

Speziell zur Förderung potenzieller Führungskräfte hat DAKOSY in 2016 erstmals das „Talent Management“ eingeführt. Das zweijährige Programm beinhaltete individuelle Coachings sowie Seminare und Schulungen. „Von den acht Teilnehmern sind mittlerweile die Hälfte in Führungspositionen“, bilanziert Jarkulisch, für die sich das Modell bewährt hat, weil es jungen leistungsbereiten Kollegen eine Karriereperspektive aufzeigt. „Aufgrund der positiven Resonanz starten wir dieses Jahr mit einer zweiten Gruppe.“ Die Verjüngung des Unternehmens ist ein natürliches Thema für das Traditionshaus, das seit nahezu 40 Jahren am Markt agiert und noch Mitarbeiter der ersten Stunde an Bord weiß.

 

Mitarbeiter werben Mitarbeiter

Doch die von jeher hohe Mitarbeiterbindung bei DAKOSY täuscht Giesenkirchen nicht darüber hinweg, dass der aktuelle Wettbewerb um die IT-Fachkräfte sehr hoch ist. Für die Gewinnung von Mitarbeitern mit Berufserfahrung setzt er auf die Zusammenarbeit mit Personalberatungen, um geeignete Kandidaten zu identifizieren. „Jüngere Mitarbeiter und Auszubildende holen wir direkt in ihrer Welt ab. Wir nutzen Fachmessen, stellen uns an Unis und Hochschulen vor und halten Vorträge an Schulen, in denen wir über unsere Ausbildungsberufe informieren. Außerdem sind wir auf den Social-Media-Kanälen präsent“, zählt Jarkulisch auf. Besonders gut kommt eine sehr persönliche Form der Mitarbeitergewinnung an – die Aktion „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“. Zwei der vier Auszubildenden, die DAKOSY dieses Jahr einstellt, seien über diese Empfehlungen in den Auswahlprozess gelangt, ebenso ein Softwaretester.

„Im Auswahlprozess sind für junge Bewerber das Betriebsklima und die Teamzusammensetzung die entscheidenden Kriterien.“

Dorota Jarkulisch, Personalreferentin bei DAKOSY

Für den Bewerber nachgefragt

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Das Engagement im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz spielt für Bewerber zunehmend eine wichtige Rolle. DAKOSY bringt sich aktiv in dieses Thema ein. Drei Beispiele hierfür sind:

  • Ausstattung des Standortes in Hamburg mit vier E-Ladestationen, natürlich über App bedienbar. Sukzessive Erneuerung der Firmenfahrzeuge (Hybrid oder Elektromobilität)
  • Betriebliche Umweltschutzbeauftragte seit 2020
  • Möglichkeit zum Leasing von Dienstfahrrädern

Spannendes neues Berufsbild

Neben den etablierten Ausbildungsberufen „Fachinformatiker für Systemintegration/Anwenderentwicklung“ hat Jarkulisch den neuen Ausbildungsberuf „Fachinformatiker für Prozess- und Datenanalyse“ für DAKOSY als interessant identifiziert, der in diesem Jahr erstmalig möglich ist. Als duales Studium wird das Softwarehaus zusätzlich zu Wirtschaftsinformatik ab 2022 das Studium der technischen Informatik in Zusammenarbeit mit der Nordakademie Elmshorn anbieten. „Im Auswahlprozess sind für junge Bewerber das Betriebsklima und die Teamzusammensetzung noch vor der Work-Life-Balance und den Entwicklungsperspektiven die entscheidenden Kriterien“, sagt Jarkulisch. Auf diese Anforderungen hat DAKOSY seinen Rekrutierungsprozess abgestimmt. Personal- und Fachbereich nehmen die Aufgaben des Bewerberkennenlernens und der Auswahl gemeinsam wahr. Die Einbindung des Teams hat sich bei DAKOSY gut etabliert. Jarkulischs Fazit:

„Unser Recruiting ist dadurch erfolgreicher und wettbewerbsstärker geworden.“

Natürlich zählt für diese Generation auch ein modernes Umfeld. Dem ist sich Giesenkirchen bewusst. Seine ehrliche Antwort: „Wir können mit Stolz die Mitarbeit in der sehr spannenden Transport- und Logistikwelt anbieten, eine Ernsthaftigkeit der eigenen Arbeit und Mitwirkung an Themen, Aufgaben und Projekten, mit denen wir einen echten Mehrwert aufzeigen. Das Ergebnis unserer Tätigkeit ist dann beispielsweise in unmittelbarer Nähe im Hafen sichtbar. Damit können wir Begeisterung und Zufriedenheit erzeugen, etwas mehr vielleicht als mit unseren Räumlichkeiten – da sind andere ein klein bisschen hipper. Wir punkten mit Betriebsklima und der Aufgabenvielfalt und ‑tiefe.“

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