IMP ermöglicht schnellere Importprozesse über den Hamburger Hafen

DAKOSY-Pressedienst (Jan. 2019)

Die Import Message Platform (IMP) wird von DAKOSY, dem Port Community System, für den Hamburger Hafens Hafen betrieben. Sie unterstützt und optimiert als intelligente Plattform den gesamten Importprozess vom Schiffszulauf bis zur Auslieferung der Ware beim Kunden. Mit dem Modul AutoIMP bietet die Plattform dem Spediteur eine Automatisierungsfunktion, mit der er seine Zollprozesse deutlich beschleunigt kann.

Das digitale Prozedere über die IMP ist einfach: Der Spediteur sendet frühestmöglich, circa zehn Tage vor Schiffsankunft, mit der Verfügung folgende Informationen zu dem erwarteten Container an die IMP: die Containernummer, das Ocean Bill of Lading und den Verkehrsträger, mit dem der Weitertransport zum Kunden erfolgen soll. Im Gegenzug erhält er von der IMP die „Vorzeitige summarischen Anmeldung“ (ATB-Nummer) mit den Positionsdaten. Daraufhin schickt er über seine Zollsoftware – zum Beispiel über ZODIAK von DAKOSY - eine „vorzeitige Einfuhrzollanmeldung“ an den deutschen Zoll und vermerkt gleichzeitig in ZODIAK, dass die Bestätigung automatisch erfolgen soll. Sobald das Schiff den Hafen erreicht hat und der IMP die Lösch-Ist-Meldung des Terminals vorliegt, informiert diese über eine Statusnachricht ZODIAK, die dann automatisch die Zollanmeldung an ATLAS bestätigt.

Durch den digitalen Ablauf realisiert der Spediteur einen enormen Zeitgewinn. Die Ersparnis ist am größten, wenn die Container außerhalb der normalen Bürozeiten oder am Wochenende gelöscht werden. Vorher mussten die Mitarbeiter entweder länger und auch am Wochenende arbeiten oder konnten den Zollprozess erst am nächsten Morgen bzw. nach dem Wochenende anstoßen. Dann ist der Zoll aber in der Regel ausgelastet, so dass die Zollfreigaben entsprechend länger dauern. Da der Zoll rund um die Uhr arbeitet, werden die vorzeitig eingereichten Anträge auch nachts oder am Wochenende bearbeitet und freigegeben. Ein weiterer Zeitgewinn resultiert, wenn der Spediteur in seiner Verfügung auch das LKW-Unternehmen benennt, das mit der Abholung beauftragt wurde. Dann wird dieses ebenfalls automatisch über die IMP über die Überlassung des Containers informiert und kann die Abholung vom Terminal vorausschauend planen und erledigen.

Thomas Schröder, Stellvertretender Geschäftsführer des Vereins Hamburger Spediteure e.V. hat die IMP seit ihrer Inbetriebnahme im Frühjahr 2010 begleitet und ist von ihrer Leistungsfähigkeit überzeugt: „Die intelligenten IMP-Funktionen sind das Resultat der kooperativen und sehr guten Zusammenarbeit zwischen dem Zollamt Hamburg Waltershof, der Hafenwirtschaft und DAKOSY. Dadurch konnte der Hafen einen Digitalisierungsgrad realisieren, wie er in kaum einem anderen europäischen Hafen zu finden ist.“