Artikel • 16.06.2026
ZODIAK-Migration
Die Reise von „Classic“ zu „GE“
Alle mitnehmen – das war der Anspruch bei der Umstellung der Zollsoftware von ZODIAK Classic auf ZODIAK GE. Dabei hat DAKOSY ihr Ziel bei weitem übertroffen: Es wurden nicht nur die bestehenden Kunden gehalten, sondern zusammen mit dem Neugeschäft hat sich die Zahl seitdem mehr als verdoppelt.
Funktionsüberblick ZODIAK GE
✅Eine einheitliche Benutzeroberfläche für alle Zollverfahren in Deutschland und der Schweiz
✅Flexible Integrationsmöglichkeiten (KI, XML, Excel-/CSV-Upload)
✅Viele workflowbasierte Automatismen
✅Help-Desk (24/7)
✅Zollfachliche Beratung
Die strategische Entscheidung, die Zollsoftware ZODIAK Classic nicht mehr langfristig weiterzuentwickeln, sondern das neue ZODIAK GE als alleinige Lösung anzubieten, traf DAKOSY bereits Mitte 2020. Bereits damals war klar, dass man den Kunden die Umstellung nicht „verordnet“. DAKOSY definierte die Migration vielmehr als Reise, bei der im Mittelpunkt stand, alle an Bord zu wissen.
„Alle“ – das waren zum Start der Migration gut 1000 Kunden. „Diese haben wir individuell nach und nach angesprochen und mit jedem einzelnen das Zeitfenster für den Umstieg auf ZODIAK GE vereinbart“, berichtet DAKOSY-Prokuristin und Migrations-Projektleiterin Evelyn Eggers. Dabei standen zwei Kriterien im Mittelpunkt: die kostenfreie Umstellung und das selbstbestimmte Tempo über mehrere Jahre hinweg. Für DAKOSY waren damit hohe Investitionen für den Betrieb und die ATLAS-Zertifizierungen für zwei Softwarepakete verbunden. Über den gesamten Umstellungszeitraum von gut fünf Jahren waren beide Lösungen für alle Zollverfahren zertifiziert.

Untergliedert in 18 Häppchen
Über den besten Zeitpunkt für die Umstellung stand das DAKOSY-Team mit den ZODIAK-Kunden im kontinuierlichen Austausch. In die Analyse flossen die Anforderungen des jeweiligen Anwenders sowie die aktuelle Ausprägung von ZODIAK GE ein. Denn die Entwicklung von ZODIAK GE war in 18 Teilschritte untergliedert und wurde in verschiedenen Stufen eingeführt. Jede kundenseitige Migration orientierte sich an den genutzten Zollverfahren. Los ging es mit den gängigen Importverfahren, dann kamen die Exportverfahren hinzu und am Ende erfolgte die Integration des Moduls Zolllager.
Und auch die Art der Nutzung entschied über den richtigen Zeitpunkt. Während ZODIAK Classic wahlweise als Lizenz oder als Software as a Service (SaaS) genutzt werden konnte, ist ZODIAK GE nur noch als SaaS verfügbar. Die SaaS-Kunden konnten nahtlos auf ZODIAK GE wechseln. Die Umstellung der Lizenzkunden war im Timing später geplant, um sie optimal in die neue SaaS-Lösung zu begleiten. „Insbesondere große Spediteure mit Vorsystemen und Schnittstellen haben wir intensiv betreut. In wöchentlichen Meetings wurden Abläufe und spezifische Programmierungen bis ins Detail abgestimmt“, sagt Eggers.
GE bringt enormes Wachstum
Das war verständlicherweise für alle Beteiligten mit viel Nervenkitzel verbunden, denn es war ein Risiko, ob die Softwarenutzer ihrem Produkt die Treue halten. Am Ende bleibt für Andrea Juska, DAKOSY-Abteilungsleiterin für Speditions- und Zollanwendungen, das schöne Gefühl, dass sich alle nochmal bewusst für DAKOSY entschieden haben und keiner ausgestiegen ist. „Darüber hinaus konnten wir viele neue Kunden von den Vorteilen der neuen Zollsoftware überzeugen“, freut sich Juska. Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Unternehmen, die ihre Zollprozesse mit ZODIAK GE abbilden, von 1.050 auf 1.750 deutlich angestiegen.
Überzeugende Funktionen
Besonders gut kommen am Markt die flexiblen Upload-Systeme für die Übernahme der Daten in die Zollsoftware an. Die Möglichkeiten reichen vom einfachen Hochladen von Excel-/CSV-Dateien mit der Funktion Drag&Map über Schnittstellen für die Integration der Zollprozesse in das Inhouse-System bis hin zu KI-basierten Tools.
CargoSoft-Referenz für TMS-Integration
Die Möglichkeit, die Zollsoftware mit dem eigenen Transport-Management-System (TMS) zu verbinden, ist für DAKOSY selbstverständlich. Dies funktioniert vollumfänglich sowohl für Drittsysteme als auch für DAKOSY GE und CargoSoft. Letzteres ist ein ausgefeiltes, international einsetzbares TMS des Tochterunternehmens CargoSoft aus Bremen. Deren Geschäftsführer Friedrich Schierenberg bestätigt: „Die Migration betraf 250 Kunden, welche ZODIAK integriert in ihrer TMS-CargoSoft-Software nutzen. Das ist eine gute Basis für den weiteren Ausbau unserer gemeinsamen Logistik- und Zoll-Lösungen.“

„Insbesondere große Spediteure mit Vorsystemen und Schnittstellen haben wir intensiv betreut. In wöchentlichen Meetings wurden Abläufe und spezifische Programmierungen bis ins Detail abgestimmt“
Mehr als nur eine Zollsoftware
Hinzu kommt ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal für die Luft- und Seefracht. „Wir denken nicht nur aus der Perspektive der Zollsoftware, sondern binden die prozessualen Funktionalitäten aus unseren Cargo Community Systemen in den Seehäfen und Flughäfen ein“, erklärt Juska und nennt ein Beispiel, „dadurch lassen sich zum Beispiel Zollprozesse automatisiert anstoßen, sobald der Container im Hafen eintrifft – auch außerhalb der Geschäftszeiten und an Wochenenden.
Deutschland-Schweiz als Einheit
Besonders vorteilig ist auch die einheitliche Benutzeroberfläche für alle Zollverfahren in Deutschland und der Schweiz. Wo sonst in zwei nationalen Zollsystemen Doppelerfassungen erforderlich wären, können die Daten in ZODIAK GE per Kopierfunktion einfach übernommen und validiert werden.
NCTS: Tempo statt Sisyphusarbeit
Um Vereinfachung geht es auch bei der neuen ZODIAK-GE-Funktion SEM für das EU-Versandverfahrens NCTS. Mit ihr können verschiedene NCTS-Vorgänge automatisiert zu einer Ausfuhranmeldung zusammengefasst und an das Zollsystem ATLAS gesendet werden. „Dieser Service erleichtert Speditionen und Zollagenturen mit Sammelgutverkehren die Abfertigung, da die Sendungsdaten aus den Vorsystemen übernommen und zusammengefasst werden können“, erklärt DAKOSY-Projektmanager Stefan Rost.
Die SEM-Funktion macht beispielhaft deutlich, dass es bei der Migration nicht nur um einen technologischen Wechsel, sondern um die Weiterentwicklung der Zoll- und Logistikprozesse geht. Insgesamt hat DAKOSY gezeigt, dass sich auch ein tiefgreifender Technologiewechsel kundenorientiert und langfristig erfolgreich umsetzen lässt. Die Kombination aus enger Begleitung, flexiblen Integrationsmöglichkeiten und neuen Funktionen hat dazu beigetragen, bestehende Kunden zu halten und zugleich weiteres Wachstum zu ermöglichen.

„Wir denken nicht nur aus der Perspektive der Zollsoftware, sondern binden die prozessualen Funktionalitäten aus unseren Cargo Community Systemen in den Seehäfen und Flughäfen ein."


